«Die Giacomettis»

von Susanna Fanzun
Kinodokumentarfilm / 90min / Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Rätoromanisch, Italienisch / 2018

Nicht nur Alberto Giacometti, sondern auch sein Vater, dessen Cousin und sein Bruder schufen Werke von grosser künstlerischer Qualität, die bis heute grosse Aufmerksamkeit finden. "Die Giacomettis" zeichnet die Geschichte der Künstlerfamilie aus dem Bergell nach, findet vergessene Spuren und versucht das Geheimnis zu ergründen, das die faszinierende Wirkung ihrer Kunst ausmacht.

Status

Herstellungsfinanzierung: bis Januar 2018
Dreharbeiten: März bis Ende Sommer 2018
Postproduktion: bis Frühling 2019
Fertigstellung: Frühsommer 2019

Inhalt

Die Familie Giacometti - eine ausserordentliche Familie, vergleichbar mit jener der Manns in Deutschland - stammt aus einem schattigen, schroffen Schweizer Bergtal, dem Bergell, das umgeben von mehreren 3000 Metern hohen Bergen beinahe eine mystische Ausstrahlung hat. 

Der Vater Giovanni, Künstler der ersten Generation, führte um der Kunst Willen ein bescheidenes und entbehrliches Leben. Er schaffte es, ein international bekannter Künstler zu werden, und gilt als Vertreter der „Schweizer Koloristen“ als ein wichtiger Erneuerer der Schweizer Malerei im 20. Jahrhundert. 

Alberto, Diego, Ottilia und Bruno – die Kinder von Giovanni und seiner Frau Annetta – wuchsen in dem abgelegenen Bergtal erstaunlich kosmopolitisch und künstlerisch auf. Alle fanden kreative Ausdrucksformen – im ältesten Sohn entwickelte sich das Talent der Familie dann zur grössten Blüte und Genialität. Alberto gehört zu den international bedeutendsten Bildhauern und Malern des 20. Jahrhunderts und hat die Kunst der Moderne mit seinen heutzutage zu Rekordpreisen gehandelten Werken nachhaltig geprägt. 

Im graubündnerischen Bergell - Hauptort des Filmes – und anhand von Zeitzeugen sowie Briefen der verschiedenen Familienmitgliedern taucht der Film auf sehr subjektive Weise, und den Protagonisten sehr nahe, in die Familiengeschichte der Giacomettis ein und eröffnet interessante und bislang unbekannte Geschichten, Sichtweisen und Bilder der Welt der Giacomettis und somit dem Betrachter ihrer Werke. 

Was ist die Geschichte dieser stillen Menschen und wie haben Familie, Menschen und Landschaft ihr Werk beeinflusst? Und was waren die Voraussetzungen, dass Alberto Giacometti so hoch in den Kunsthimmel aufsteigen konnte, dass er seinen Weg so konsequent und erfolgreich gehen konnte? Wie hat seine lebenslange Beziehung zum Heimattal Bergell und zu seiner Familie sein Schaffen geprägt? 

Das Bergell, dessen Bekanntheit durch diese Familie in die Welt getragen wurde, wird durch die Familie Giacometti neu erfahrbar als Knotenpunkt zwischen Welten, als kosmopolitischer Ort, in dem sich zu jener Zeit namenhafte Künstler tummelten und von wo aus man in ein paar Stunden in Venedig ist. Ein abgeschiedenes verschlossenes und faszinierendes Tal an der Grenze zu Italien, von wo die Giacomettis in die grossen Metropolen ausgezogen und doch immer wieder zurückgekehrten. 

Durch dieses Tal und seine BewohnerInnen (Zeitzeugen) ergründet der Film das Geheimnis jener Ausstrahlung des Schaffens der verschiedenen Giacomettis, deren Werke jedes für sich unverwechselbar ist. Dies eröffnet nicht zuletzt auch eine neue Perspektive auf Alberto Giacometti. 

Allgemeine Angaben

Produktionsland

Schweiz

Produktionsjahr

2018

Gattung

Kinodokumentarfilm

Genre

Künstlerporträt

Drehformat

HD

Projektions-/Sendeformat

DCP

Dauer

90min

Sprache

Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Rätoromanisch, Italienisch

Cast

Crew

Drehbuch

Susanna Fanzun

Regie

Susanna Fanzun

Produktion

FAMA FILM AG

Produzent(en)

Rolf Schmid

Finanzierung

SIDE B