«Die Schule der Geduld»

von Peter J. Andermatt (Autor)
Kinospielfilm / 90min / 2016

Status

Drehbuchentwicklung: bis Herbst 2015
Herstellungsfinanzierung: Herbst 2015 bis Sommer 2016
Dreharbeiten: Herbst 2016
Montage: Herbst / Winter 2016 / 2017
Fertigstellung: Frühling 2017

Inhalt

Zwei Menschen erleben unabhängig voneinander heftige Schicksalsschläge:

Schweiz: Marcel (35) ist Musiklehrer, Pianist und Orgelspieler und lebt mit seiner zukünftigen Frau zusammen, als er aus heiterem Himmel vom Guillain Barré Syndrom (siehe Anmerkungen) befallen wird. Aus einem kerngesunden Mann wird innert kürzester Zeit ein Tetraplegiker, oder anders gesagt: ein Krüppel.

Spanien: Carmen (29) ist alleinstehende Mutter eines fünfjährigen Jungen und lebt bei ihren Eltern. Alle im Haushalt sind arbeitslos, als auch sie noch ihre Stelle als Physiotherapeutin verliert. Dass sie etwas Deutsch spricht verhilft ihr zur Chance, in der Schweiz zu arbeiten, wo Fachkräfte wie sie gefragt sind. Obwohl sie nicht will, sieht sie sich gezwungen, auszuwandern und ihr Kind zurückzulassen.

Ein Jahr später. Marcel kommt glimpflich davon und überlebt seine Krankheit, ist aber immer noch querschnittgelähmt, als er aus dem Krankenhaus in die Rehabilitationsklinik in Nottwil verlegt wird. Dort erwartet ihn monatelange, harte Arbeit, bis er endlich wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Seine zukünftige Frau hat ihn inzwischen verlassen, weil sie seiner Krankheit nicht gewachsen war. Trotzdem will Marcel den Kopf nicht hängen lassen, sondern seine Autonomie zurückerobern; - aus dem Bett in den Rollstuhl und von da an die Krücken, damit er so schnell wie möglich ins normale Leben zurückkehren kann. Zwischenzeitlich ist auch Carmen in Nottwil eingetroffen und arbeitet vollzeitlich als Physioherapeutin. Ihre Patienten hatten schwere Unfälle, Hirnblutungen, überlebten Suizidversuche und andere Katastrophen. Während den Therapie-Sitzungen kommen sich Marcel und Carmen näher, als sie herausfinden, dass sie die Überzeugung teilen, es sei das Beste, Schicksalsschläge und überhaupt Schwierigkeiten mit einer guten Prise Humor zu relativieren. Bald entwickelt sich zwischen ihnen auch eine körperliche Anziehung, die sie nicht kontrollieren können oder wollen. Das Lachen vergeht ihnen allerdings, als sie bei ihrem allerersten erotischen Stelldichein erwischt werden, was zur sofortigen Entlassung Carmens führt. Carmen kehrt nach Spanien zurück und ist von diesem Moment an unauffindbar. Marcel bringt seine Therapie soweit voran, dass er an den Krücken aus der Klinik und wieder nach Hause in die nun leere Wohnung kann. Er beschliesst, nach Spanien zu reisen und Carmen zu finden. Mit Müh’ und Not schafft er es, die Familie von Carmen in einem verlassenen Provinznest, dessen Gotteshaus mit einer aussergewöhnlichen Kirchenorgel ausgestattet ist, ausfindig zu machen. Aber Carmen ist nicht dort. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn nach Madrid gezogen.

Nachdem sie sich mehrere Monate nicht mehr gesehen haben finden, Marcel und Carmen noch einmal zusammen. Sie stellen fest, dass es wichtig ist, sich ab und zu eine zweite Chance zu geben. Denn was wäre das Leben, wenn es solche nicht gäbe?


Allgemeine Angaben

Produktionsland

Schweiz

Co-Produktionsländer

Spanien

Produktionsjahr

2016

Gattung

Kinospielfilm

Genre

Drama

Dauer

90min

Cast

Crew

Drehbuch

Peter J. Andermatt

Regie

Peter J. Andermatt (Autor)

Produktion

FAMA FILM AG

Produzent(en)

Rolf Schmid

Finanzierung

SIDE B